Donnerstag, 19. Juli 2012

There´s a fight inside

Ich zog meine Springerstiefel an, warf mir die Kapuze über den Kopf und verlies das Haus mit einem Grinsen im Gesicht. Ich rannte los. Ich wusste nur mein Ziel: Die Bank neben dem Wasserwerk. In mir war nichts, einfach nichts. Eine leere Hülle, die über den Feldweg rannte. Auf dem Weg dorthin kam ich an einem Strommast vorbei. Er erschien mir so einladend. Ich hatte keine Kontrolle mehr über meinen Körper. Mein Kopf war einfach leer. Strebe für Strebe kletterte ich nach oben. Nach ein paar Metern merkte ich wie mir schwindelig wurde und meine Kräfte schwanden. Mein Verstand kämpfte gegen die Leere. Ich hatte vier Möglichkeiten. Weiterklettern, los lassen, wieder runterklettern oder sitzen bleiben. Ich entschied mich für das letzte. Da saß ich nun, fing an meinen Kopf im Rhytmus der Musik, die durch meinen Kopf ging, gegen das Metallgerüst zu schlagen, aber ich spürte nichts. Vor mir verschwamm alles und ich legte meinen Kopf auf die kühle Querstrebe. So verharrte ich noch eine weitere halbe Stunde. Dann kletterte ich wieder herunter und torkelte los. Mein torkeln wurde zu einem Rennen. Weiter, immer weiter, bis in die nächste Ortschaft, wo ich anfing auf der Straße zu tanzen und zu brüllen. Ausdrücke und Liedtexte. Bis meine Stimme versagte. Ich lief immer weiter in vielen Häusern gingen die Lichter an, als die Bewohner mich draußen abwechselnd schreien und lachen hörten, aber das war mir in dem Moment ziemlich egal. Und alles mit dem Grinsen in der Fresse. Ich trat den Heimweg an. Wieder rannte ich schrie und lachte. Manchmal abwechselnd, manchmal gleichzeitig. Ich merkte wie mein Verstand und das Bewusstsein langsam die Oberhand gewannen und mein Lachen und Schreien immer leiser wurden, meine Schritte langsamer wurden und mein aufrechter Gang wieder den eines geschlagenen Hundes annahm. Da kam auch schon meine Haustür in Sicht. Leise, als wär nichts gewesen, betrat ich das Haus. Sobald ich über die Schwelle trat begann ich zu schwächeln und zu zittern. Das Grinsen war verschwunden.

Kommentare:

Ann hat gesagt…

Deine Texte beeindrucken mich. Beeindrucken ist vielleicht das falsche Wort, aber.. hm egal.

Ich folge dir sogar, mehr oder weniger. Dieser Button funktioniert irgendwie nicht, deswegen neue Seite und so.

Stimmt.. Soziale Phobie.
Magst du mal da drüber schreiben?

Ann hat gesagt…

Ja, genau. aber der funktioniert irgendwie nirgends. muss also an meinem Blog oder so liegen. find ich noch irgendwann heraus :D

Jasmin ∞ hat gesagt…

Ich liebe dich, weißt du das?
Ich liebe dich wirklich.

Ann hat gesagt…

werde ich tun..